Kunst Vernissagen

Der schreitende Dürre unterwegs nach Wien

Lexikon, FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Aus einem abgelegenen Schweizer Bergtal schaffte er es in den Olymp der Kunst: Die ausgemergelten Gestalten von Alberto Giacometti passen nicht schlecht zu den dürren Akten Egon Schieles im Leopold Museum, auch wenn sie stilistisch nichts miteinander zu tun haben. Die mit dem Kunsthaus Zürich und der Alberto-Giacometti-Stiftung erstellte Schau bringt Bronzen, Gemälde und Zeichnungen des 1966 verstorbenen Künstlers nach Wien. In seinem Frühwerk setzte sich der Künstler mit Stammeskunst und Kubismus auseinander, hielt aber schließlich doch zur Blütezeit der Abstraktion an der humanen Figur fest. Ab Mitte der 1930er-Jahre entstand langsam sein typischer Stil, etwa mit dem "Schreitenden Mann", der viele existenzialistische Deutungen kennt. Zu sehen sind auch Werke von Francis Bacon, Jackson Pollock und anderen.

Leopold Museum, Do 19.00; bis 26.1.

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