Edward Snowden bleibt in diesem Film ein Mysterium, das ist aber gut so

MICHAEL OMASTA
Medien, FALTER 52/14 vom 24.12.2014

Es gibt diese Momente, in denen sich der Himmel draußen bedrohlich zu verdunkeln und die Wände ringsum näherzukommen scheinen. Man kennt das aus Kriminalfilmen der 1970er, als der Politthriller zu einem eigenen Genre und die berechtigte Paranoia zu seinem Markenzeichen wurde.

Schauplatz der ersten Hälfte von Laura Poitras' neuem Dokumentarfilm "Citizenfour" ist ein Hotel in Hongkong. In einem Zimmer in der zehnten Etage sitzen ein junger Amerikaner namens Edward Snowden, 29, externer Systemadministrator bei der NSA (National Security Agency), der Journalist Glenn Greenwald, ein Kollege von ihm von der britischen Tageszeitung The Guardian, sowie die Filmemacherin, die selbst aber nie ins Bild kommt, nur hin und wieder aus dem Off zu hören ist. Da plötzlich geht der Feueralarm los.

Sind wir aufgeflogen, wird gleich die Tür eingetreten?, witzeln die Anwesenden gegen die aufkommende Panik. Erneutes Alarmläuten. Anruf in der Lobby, besetzt natürlich. Drittes Läuten.

Snowden hat allen

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  531 Wörter       3 Minuten

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