"Was soll denn dieser Scheiß?"

Warum mit dem Ende des Kapitalismus auch die Demokratie gefährdet ist

GESPRÄCH: JOSEF REDL
Politik, FALTER 21/15 vom 20.05.2015

Das Ende ist nah! Die Wirtschaftsjournalistin und Buchautorin Ulrike Herrmann erklärt, warum das System Kapitalismus untergehen wird. Und mutmaßt, was danach kommt.

Falter: Wir leiden gerade unter einem schweren Anfall von wirtschaftlichem Pessimismus. Würden Sie dem zustimmen?

Ulrike Herrmann: In Österreich oder generell?

Generell. Der Satz stammt aus dem Aufsatz "Wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder" des britischen Ökonomen John Maynard Keynes aus dem Jahr 1930.

Herrmann: Keynes hat damals gewusst, dass die Weltwirtschaftskrise nur vorübergehend ist, und hat prognostiziert, dass die Generation seiner Enkelkinder nur noch 15 Stunden arbeiten müsste. Womit Keynes recht hatte: Durch den Kapitalismus ist beispielloser Reichtum möglich geworden. Allerdings hat er übersehen, dass es in einer endlichen Welt mit endlichen Ressourcen kein unendliches Wachstum geben kann.

Keynes hatte ja nicht unrecht mit seiner Prognose, dass wir im Jahr 2030 zur Befriedigung unserer Grundbedürfnisse

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  1661 Wörter       8 Minuten

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