Bühnenautor Ibrahim Amir nimmt erstmals Stellung zum Fall Volkstheater

Das Volkstheater sagte die Uraufführung eines Stücks über Flüchtlinge ab. Was sagt der Autor dazu?


MATTHIAS DUSINI

16.02.2016

In einem Kommentar für die morgen erscheinende Ausgabe des FALTER äußert der Schriftsteller Ibrahim Amir Verständnis für die Entscheidung des Volkstheaters, sein Stück „Homohalal“ aus dem Programm zu nehmen. „Ich verstehe die Bedenken des Volkstheaters, das Stück zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu zeigen“, schreibt Amir. Im Zuge der Flüchtlingskrise sei es zu einer generalisierten Hysterie gekommen. „Jeder Vorfall, der auch nur ein bisschen mit Fremden zu tun, wird sofort gegen oder für die Schutz suchenden Menschen instrumentalisiert.“ In dieser politisch aufgeladenen Atmosphäre sei zu befürchten, das Stück könne „falsch rüberkommen“, hatte das Volkstheater dem Autor gegenüber seine Absage verteidigt. Seine eigene Arbeit als Bühnenautor möchte Ibrahim Amir, der auch als Arzt in einem Wiener Krankenhaus beschäftigt ist, nicht verändern: „Ich werde es mir zu keiner Zeit und an keinem Ort nehmen lassen, Themen, die mir wichtig sind, auf meine bitterböse Art darzustellen.“

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