Pussyreim und Muschischleim

Schlechtes Wetter, aber gute Stimmung bei der zweiten Ausgabe des Elektronik-Festivals Electric Spring im Museumsquartier


Partytiger: Gerhard Stöger

Feuilleton, FALTER 15/16 vom 13.04.2016

Haben Sie das Wiener Museumsquartier schon an einem Regenabend gesehen? Nein? Sie haben nicht viel versäumt. Die Enzis verwaist, die Gastgärten leer, der Hof eine einzige Tristesse der Marke grau in grau. Aber es ist nicht nur nass an diesem Freitagabend, an dem das bei freiem Eintritt ausgetragene zweitägige Musikfestival Electric Spring, eine Koproduktion von MQ und Stadt Wien, seine zweite Auflage erlebt. Es ist auch kalt. Unangenehm kalt. Winterjackenkalt.

Der Petrus ist also kein Hawara, und deshalb wurde die Open-Air-Bühne auch kurzfristig gestanzt. Ein harter Schlag für das Festival, dem die Falter-Clubexpertin Katharina Seidler als Kuratorin ein so experimentelles wie großartiges Programm verpasst hatte. Petrus hat seine fiese Rechnung allerdings ohne Hip-Hop-Schnuckelboy Crack Ignaz gemacht. Dreht der Wettergott den Swag nämlich ab, sagt der Austro-Rapgott "Turnup!" und dreht ihn drin in den Hofstallungen, einer dieser Hallen des MQ, einfach umso massiver wieder auf.

Aber

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