Neue Bücher

Nahrungsmittelindustrie und Filmtheorie

Feuilleton, FALTER 17/16 vom 27.04.2016

Jan Grossarth: Vom Land in den Mund: Warum sich die Nahrungsindustrie neu erfinden muss. Nagel & Kimche, 160 S., € 18,40

Was wurde aus all den Schweinen, als Russland einen Importstopp verhängte, fragt sich FAZ-Journalist Jan Grossarth und fand heraus: aus dem Fett Biodiesel, aus den Knorpeln Medikamente gegen Arthrose, aus dem Knochenmehl Hundefutter. Die Nahrungsindustrie ist global vernetzt und schon lange schwer zu fassen.

Grossarth versucht es dennoch, beschreibt etwa Walnussmonokulturen in Kalifornien und eine westfälische Schlachtfabrik. In essayhaften Reportagen zeigt er Extreme, vom Selbstversorger bis zur Agrarindustrie. Grossarths ideale Landwirtschaft ist multifunktional und übernimmt Verantwortung. Sie produziert effizient, pflegt die Landschaft, achtet auf Umwelt-, Klima-und Tierschutz. Diese oft widersprüchlichen Anforderungen erzeugen ein hohes Spannungsfeld. Den Produkten im Supermarkt sieht man das nicht an. Umso hilfreicher sind solche Einblicke für uns Konsumenten.

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