„Nenning war ein korrupter Hund“

Vor 30 Jahren übernahm Gerhard Oberschlick die intellektuell aufregendste Zeitschrift der Zweiten Republik: das FORVM. Ein Gespräch über 40 Jahre Zeitgeschichte

Erich Klein, Klaus Nüchtern
MEDIEN, FALTER 29/16 vom 19.07.2016
Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Wer versuchen wollte, das Geistesleben der Zweiten Republik zu rekonstruieren, kommt um das FORVM nicht herum. Der Jurist Alfred Noll hat die 1954 gegründete Zeitschrift einmal als „österreichischen Gesamtintellektuellen“ bezeichnet. Die Namen der Beiträger reichen von Theodor W. Adorno und Günther Anders über Friedrich Heer und Adolf Holl bis zu Oswald Wiener und Simon Wiesenthal; das politische und weltanschauliche Spektrum war breit genug, um dem „Vater“ der österreichischen Verfassung, Hans Kelsen, ebenso Platz zu bieten wie dem späteren Bundeskanzler Bruno Kreisky oder Kardinal Franz König.

Es sind heuer gleich zwei runde Jubiläen, die das FORVM begeht: Vor 50 Jahren übernahm es der Publizist Günther Nenning vom Schriftsteller und Mitbegründer Friedrich Torberg; vor 30 Jahren dann folgte diesem Gerhard Oberschlick als dritter und letzter Herausgeber der 1995 eingestellten Zeitschrift. Wir trafen Oberschlick in seiner Wohnung in Währing, um über die Geschichte der Zeitschrift und das nicht eben friktionsfreie Verhältnis zu seinem Vorgänger zu sprechen.

Falter: Herr Oberschlick, wann haben Sie das FORVM zum ersten Mal in die Hand bekommen?

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  2760 Wörter       14 Minuten

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