Doppelleben

Ferhal Utku ist türkischstämmige Österreicherin. Ihr droht der Entzug der Staatsbürgerschaft. Ähnliches kann Tausenden anderen passieren


NINA BRNADA

POLITIK, FALTER 35/16 vom 30.08.2016

Foto: Nina Brnada

Foto: Nina Brnada

Es ist, als würde man einen Nagel in die Wand schlagen und das ganze Haus stürzt daraufhin ein. So ähnlich fühlte sich die Situation von Ferhal Utku an. Im heurigen Februar beantragte sie einen neuen Pass für sich und ihren sechsjährigen Sohn Timur. Utku dachte, es sei ein gewöhnlicher Amtsweg, er könnte aber ihr Leben verändert haben.

Denn seit diesem banalen Ansuchen droht ihr nun der Entzug der österreichischen Staatsbürgerschaft. Nicht nur Utku soll aus dem österreichischen Staatsverband ausgeschlossen werden, sondern auch ihr Sohn, ebenso wie ihre Mutter und ihr Vater.

Ferhal Utku wohnt im Istanbuler Viertel Bahçelievler. In dieser Gegend auf der europäischen Seite Istanbuls steht ein Wohnquader neben dem anderen. Hier streunen nicht so viele Katzen und Hunde auf der Straße wie im Rest der Stadt, es gibt keinen Müll auf den Gehsteigen, hier leben Mittelschichtfamilien mit polierten Autos und bewachten Parkplätzen vor der Haustür.

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