Der Geist von Yozgat

Warum haben Österreichs Türken so überwiegend für Erdoğan gestimmt? Ein Erklärungsversuch

ANALYSE: CAN GÜLCÜ
Politik, FALTER 16/17 vom 19.04.2017

Vergangenen Sonntag haben in Yozgat 295.051 Wähler mit Ja zur geplanten Verfassungsänderung in der Türkei gestimmt, das waren satte 74,3 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Yozgat, eine bäuerlich geprägte mittelanatolische Provinz, ist berüchtigt für den hartnäckigen Nationalismus und Konservativismus vieler seiner Einwohner. Solche Provinzen Mittelanatoliens und der Schwarzmeerregion, die Yozgats, Konyas, Kayseris, Samsuns oder Trabzons, sind immer schon das Rückgrat rechtskonservativer und nationalistischer Politik gewesen. Das hat sich mit der Machtübernahme der AKP Anfang der 2000er-Jahre nicht geändert.

Was aber hat nun Yozgat mit den Ja-Wählern in Wien zu tun? Und vor allem mit der Frage, wie es dazu kommen konnte, dass am Sonntag 74,6 Prozent der Wiener Wähler, also knapp 21.000 hier lebende türkische Staatsbürger, ebenfalls mit Ja gestimmt haben? Wie es nun einmal innerhalb von Migrationsbewegungen so ist, ziehen Menschen, die sich auf die Suche nach besseren Lebensbedingungen

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