Die letzen Züge von Wiens Shisha-Jugend

In einem halben Jahr wird Österreichs Gastronomie rauchfrei. Was wird dann aus Wiens Shisha-Kultur?


Streifzug: Lukas Matzinger

Stadtleben, FALTER 43/17 vom 25.10.2017

Dann nimmt Christoph einen dramatisch tiefen Zug aus seiner Pfeife und sagt mit der um eine Terz gedämpften Stimme: "Wo soll ich dann hin? Wenn das vorbei ist, bricht meine ganze Clique auseinander."

"Ich habe 90 Prozent meiner Freunde in Shisha-Bars kennengelernt", sagt Delil und begrüßt die Tischnachbarn wie alte Anlieger im Schrebergarten.

"Alle", antworten Bojan und Selina auf die Frage, wie viele ihrer Klassenkollegen Wasserpfeife rauchen: "Alle. Wir sind die Shisha-Jugend."

In einem halben Jahr, am 1. Mai 2018, bekommt Österreich ein neues Tabakgesetz. SPÖ, ÖVP und die Grünen haben das Rauchen von Zigaretten, Zigarren und E-Zigaretten in Räumen der Gastronomie verboten. Damit haben sich die meisten Wirte inzwischen abgefunden. Doch ein kleiner Satz steht in diesem Gesetz, der noch immer massiven Widerstand erregt: "Die Regelungen des Rauchverbotes erstrecken sich auch auf die Verwendung von Wasserpfeifen."

Das "Rauchen von Shisha-Füllungen birgt dieselben Gefahren wie das Rauchen

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