Drehen Sie nach rechts!

Der FPÖ-Chef und die Neonazis: das ist ein ungeklärtes Verhältnis. Der Falter dokumentiert die schwersten Vorwürfe gegen den möglichen Koalitionspartner und seine wechselnden Verantwortungen dazu


NINA HORACZEK

POLITIK, FALTER 44/17 vom 30.10.2017

Foto: Screenshot ZiB2/Youtube

Heinz-Christian Strache und die (Neo-)Nazis, das ist ein kompliziertes Verhältnis. Es sind viele Berührungspunkte dokumentiert. Strache robbte mit Kameraden durch das Unterholz, er nahm an Demonstrationen mit rechtsextremistischen Organisationen in Deutschland teil, er grüßte mit dem Kühnen-Gruß. Ist Strache deshalb ein Nazi? Nein.

Er verachtet den Nationalsozialismus, sagt er. Doch bis heute hat er keine klaren Worte zu seiner eigenen Vergangenheit gefunden, wie diese Doppelseite dokumentiert. Er hat sich von seinen „Jugendsünden“ nie ernsthaft distanziert. Er hat gegenüber seinen Kameraden auch nie erklärt, wie es sein kann, dass ein junger, orientierungsloser Mann in den Sog von rechten Extremisten gerät. Im Gegenteil: Strache hat seine Jugendjahre zum Teil verharmlost, weggewitzelt oder in Abrede gestellt.

Ist so ein Mann für eines der höchsten Ämter der Republik geeignet? Wäre es nicht an der Zeit, dass er klare Worte findet, ehe er als Vizekanzler oder gar als Innenminister angelobt wird? Der Falter hat die Vorwürfe und Widerreden dokumentiert. Urteilen Sie selbst.

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