Paradies Offshore

Nach den Panama Papers erlaubt ein weiteres Datenleck Einblicke in die Welt der Offshore-Wirtschaft. In einer internationalen Recherchekooperation zeichnen Journalisten nach, wie Spitzensportler und internationale Großkonzerne Steuern vermeiden. Und wie der US-Handelsminister über eine Wiener Gesellschaft privat Gasgeschäfte mit Russland macht.

Josef Redl
05.11.2017

Foto: Adam Ihse / TT News Agency

Am Dienstag, den 24. Oktober herrschte Stille im Europäischen Parlament. Das Schweigen war dem Gedenken an die Journalistin Daphne Caruana Galizia gewidmet. Sie war in der Woche davor durch eine Autobombe ums Leben gekommen. Viele der Abgeordneten wirkten tatsächlich betroffen. Nicht weil sie die Aufdeckerin aus Malta persönlich gekannt hätten, sondern weil sich die EU-Parlamentarier selbst seit Monaten zumindest indirekt mit der Arbeit der Journalistin auseinandergesetzt hatten.

Daphne Caruana Galizia hatte über Geldwäsche berichtet und über Steuerhinterziehung, über Briefkastenfirmen, die in Malta und anderswo registriert waren.

Sie war auch an der Aufarbeitung der Panama Papers beteiligt. Rund 400 Journalisten hatten in diesem Datensatz aus 11,5 Millionen Dokumenten monatelang recherchiert und ihre Erkenntnisse Anfang April 2016 veröffentlicht. Als Reaktion auf die Veröffentlichung hatte das EU-Parlament einen eigenen Untersuchungsausschuss eingerichtet. Als sie die Nachricht vom Tod Daphne Caruana Galizias erreichte, arbeiteten die Abgeordneten an ihrem Abschlussbericht.

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  1497 Wörter       7 Minuten

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