Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Wie ich die Hegemonie in Österreich zurückgewann

Teil 1 einer kleinen Serie zum Thema Hegemonie: Wahlsiege begründen noch keine Hegemonie

Armin Thurnher
Falter & Meinung, FALTER 46/17 vom 15.11.2017

Die eben gewählte Präsidentin des Nationalrats sagt, sie werde bleiben, aber sie sagt es so, als könnte sie auch gehen. Vielsagend nichts zu sagen, da ran erkennt man den neuen Stil. Der Neofeschismus zeigt sich zuerst als nichtssagendes Phrasengebrabbel. Er ist autoritär, weil er sich konsequent weigert, zu sagen, was er vorhat. Insofern sagt er alles. Sein politisches Tun nicht zu begründen ist ein feudales Privileg. Unter Demokraten hat man das Recht auf Auskunft. Wir bekommen es lächelnd verweigert, und aus dem Nebel hebt sich langsam das Neue Österreich.

Man sagt, die Rechte habe nun die Hegemonie im Land von der Linken zurückgewonnen. Aber Abstimmungen sind das eine. Hegemonie ist das andere. Die Linke hatte nie die Hegemonie im Land. Denn zu einer Hegemonie gehört die Dominanz von Intellektuellen an Universitäten, in Medien, in politikvorbereitenden strategischen Institutionen und Organisationen.

Bruno Kreisky errang angeblich die Hegemonie. Er holte zwar eine von konservativen

  979 Wörter       5 Minuten

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