Gelesen Bücher, kurz besprochen


Gerlinde Pölsler

Politik, FALTER 50/17 vom 13.12.2017

Der Trick, der aufgeht wie Unkraut Was, die anderen sollen auch mehr kriegen? Eine Gruppe englischer Arbeiter, die eine Lohnerhöhung wollte, verzichtete letztlich auf diese -nur damit eine andere Gruppe, die sie nicht mochte, sie auch nicht bekam. Dieses Beispiel schildern Martin Schenk, stv. Direktor der Diakonie Österreich, und der Gesundheitsjournalist Martin Schriebl-Rümmele, um die perfide Wirkung des Neids deutlich zu machen. Die Autoren vergleichen das mit der Debatte um die Mindestsicherung: Da präsentieren Politiker Asyl als Grund für Kürzungen, doch am Ende trifft es alle -Familien mit mehreren Kindern, Alleinerziehende, pflegende Angehörige. Es sei ein politischer Trick, Neid unter Leuten zu säen. Wir richten diesen nämlich gegen Menschen, die uns ähnlich sind. Deswegen haben auch die millionenschweren Steuertricks der Superreichen, wie sie mit den Panama Papers enthüllt wurden, keine große Empörungswelle ausgelöst. Wer kennt schon jemanden, der eine Briefkastenfirma

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