Die Tabubrecherin

Die Frau des Jahres Nicola Werdenigg verdanken wir, dass über sexuellen Missbrauch im Spitzensport endlich öffentlich gesprochen wird

Porträt: Barbara Tóth
Politik, FALTER 51/17 vom 20.12.2017

Amorgos ist schroff und wild und gleichzeitig verwunschen schön. Eine Insel für Freigeister und Hippies im Herzen. Für Nicola Werdenigg ist sie wie eine zweite Heimat. Sie und ihr Mann Erwin hatten hier Jahr für Jahr mehrere Monate verbracht und von der Insel aus gearbeitet. Letztes Jahr war Erwin erstmals nicht mit. Oder doch irgendwie. Nicola hatte die sterblichen Überreste ihres Mannes dabei, in einer kleinen Dose. Zuerst war Erwin am 15. Juli 2016 am Friedhof in Pörtschach am Wörthersee beigesetzt worden. Aber Nicola und die drei Kinder wussten, dass er noch lieber als an seinem Heimatsee auf der rauen Kykladeninsel in der Ägäis ruhen würde.

Wenn sich Nicola etwas in den Kopf setzt, dann kennt sie kein Aber. Also nahm sie diesen Sommer, die kleine Dose mit Asche im Reisegepäck, die Fähre von Venedig nach Patras, trampte nach Piräus und bestieg ein Boot nach Amorgos. Dort traf sie Max, Andrea und Riki, ihre drei Kinder. Sie wählten einen besonders schönen Gipfel, um ein

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  1313 Wörter       7 Minuten

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