Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Holzer im Grätzel: Praterstern

Florian Holzer begibt sich auf die Suche nach kulinarischen Mikrokosmen in Wiener Grätzeln
Stadtleben, FALTER 02/18 vom 10.01.2018

Jahresbeginn ist Indoor-Grätzel-Zeit, weshalb hier in den nächsten vier Wochen Wiens Bahnhöfe einer kulinarischen Betrachtung unterzogen werden sollen.

Bahnhöfe hatten in Wien immer eine versorgungsstrukturelle Sonderstellung. In den finsteren Zeiten, als man bei Tankstellen nur Benzin, Motoröl und Wischer-Flüssigkeit bekam, waren das schließlich die einzigen Orte, an denen der vergessliche oder viel arbeitende Konsument dem klerikal-gewerkschaftlichen Ladenschlussübereinkommen zum Trotz auch sonntags einkaufen konnte.

Der Franz-Josefs-Bahnhof schien seine Existenzberechtigung sogar überhaupt nur dem immer offenen Billa am Eck zu verdanken.

Und ist ein Bahnhof von Haus aus ein soziokultureller Sonderfall, eine Pforte, ein Sammelbecken, so ist das der ehemalige Wiener Nordbahnhof - 1838 als erster Bahnhof der Stadt eröffnet -am Praterstern ganz besonders. Weil hier U-Bahnen, Schnellbahnen und Züge einander kreuzen, weil er an Wiens Sonderspaßzone Prater grenzt, an die sich zunehmend

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