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Chronist seiner Heimat: Edgar Reitz im Metro

Lexikon, FALTER 03/18 vom 17.01.2018

Er war einer der Initiatoren des Oberhausener Manifests, gründete mit Alexander Kluge das Institut für Filmgestaltung in Ulm und arbeitete als Autor und Kameramann, bevor er Ende der 1960er mit Filmen wie "Cardillac" auch selbst als Regisseur in Erscheinung trat. Seine größten Erfolge indes feierte Edgar Reitz, 85, mit seinem fürs Fernsehen gedrehten Epos "Heimat", die die Geschichte des fiktiven Hunsrück-Städtchens Schabbach und speziell der Familie Simon erzählt. Es sei "der bedeutendste Film aus Westdeutschland seit dem Zweiten Weltkrieg", befand die internationale Presse. Reitz schrieb diese Chronik deutschen Lebens im 20. Jahrhundert immer weiter fort, zuletzt erzählte er in "Die andere Heimat"(2012) die Vorgeschichte seit 1842. Jetzt bietet sich die rare Gelegenheit, das monumentale Gesamtwerk von Edgar Reitz im Kino wiederzusehen (Eröffnung der Retrospektive: 18.1., 18.30 Uhr, in Anwesenheit des Filmemachers).

Metro Kinokulturhaus, bis 28.2.

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