Darf's ein bisserl mehr sein?

100 Jahre nach dem Tod ihres Erbauers liegt die Otto-Wagner-Villa im Abseits. Trotz der dicken Schicht Ernst Fuchs darauf macht ein Besuch Spaß

HAUSBESUCH: NICOLE SCHEYERER
Feuilleton, FALTER 03/18 vom 17.01.2018

Das Tor zum Anwesen steht offen, aber das Gebäude selbst ist dunkel. Am rückwärtigen Eingang der Otto-Wagner-Villa öffnet eine junge Frau den Besuchern. Sie schaltet die Lichter an, auch den XL-Murano-Luster im Salon, und weist den Weg vom angeräumten Entrée hinauf in die "Galerie".

Vor 130 Jahren verwirklichte sich Otto Wagner oberhalb von Hütteldorf einen Traum: Er errichtete für seine Familie eine eindrucksvolle Sommerresidenz mit hohen Säulen im Stil Palladios, wo sich bei Festen "toute Vienne" traf.

1912 zog Wagner in eine vergleichsweise schlichte Villa nebenan und verkaufte seinen Prestigebau an den jüdischen Theaterdirektor Ben Tieber. Als dieser 1938 enteignet wurde, zog die Zentrale der Hitlerjugend ein. Nach dem Krieg wechselte die Villa mehrfach die Besitzer; Heimito von Doderer verewigte sie 1962 in seinem Roman "Grenzwald".

Zehn Jahre später erwarb der Maler Ernst Fuchs das nicht denkmalgeschützte Traumhaus, das er schon als Bub bewundert hatte. Er drückte ihm seinen

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