Gulasch ohne Saft

Die Republik wird 100: Der Grazer Museologe Gottfried Fliedl sah sich das neue Haus der Geschichte in St. Pölten genauer an

KOMMENTAR: GOTTFRIED FLIEDL
Feuilleton, FALTER 03/18 vom 17.01.2018

Als der ehemalige ÖVP-Politiker Franz Fischler unlängst für ein Ernstnehmen des Wiener Hauses der Geschichte Österreich plädierte und dessen Emanzipation aus einem fragilen Provisorium forderte, erwähnte er das bereits existierende Museum in St. Pölten mit keinem Wort.

Dabei beansprucht dieses, die Geschichte Niederösterreichs eingebettet in die Österreichs und Zentraleuropas darzustellen, während man sich in Wien erst einmal mit einer Ausstellung von der Republiksgründung 1918 bis zur Gegenwart begnügen muss. In St. Pölten kokettiert man mit dem Adjektiv "erstes" Geschichtsmuseum Österreichs.

Der Anspruch auf Repräsentation der Geschichte des ganzen Landes wird schon aufgrund der auf Niederösterreich zugeschnittenen Sammlung nicht eingelöst. Die Dauerausstellung im Haus der Geschichte bleibt am Anfang sehr kursorisch und wird in viele Themen aufgesplittet. Die einzelnen Kapitel mögen durchaus interessant gewählt sein, aber sie machen es dem Besucher nicht leicht, Strukturen

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