Performance Kritik

Poetisch baden gehen mit Oleg Soulimenko

MARTIN PESL
Lexikon, FALTER 03/18 vom 17.01.2018

Das Klatschen der eigenen Füße in Badeschlapfen ergänzt den Soundtrack der Brut-Performance "Swimming Pool". Oft wechselt man auf der Galerie des Jörgerbades den Standort, um einen besseren Blick auf die bedachten Bewegungen im und ums Becken zu erhaschen. Oleg Soulimenko schöpft das performative Potenzial der erhabenen Symmetrie in Wiens schönstem Hallenbad aus, indem er es mit Musik, mit Tauchern, Tänzerinnen und am Ende einer fröhlichen Schwimmpartie füllt. Teils etwas unsicher im Rhythmus, changiert Soulimenko zwischen Synchronschwimmen und Science-Show, schafft aber auch poetische Momente. Vagen philosophischen Überbau bieten Gedanken über die Verflüssigung des Bösen und die Grausigkeit von Schwimmbecken.

Jörgerbad, So 19.30

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