Soll Peter Pilz in die Politik zurückkehren?

Ist der einstige Aufdecker der Nation, im Parlament unerlässlich und hat ihn seine Affäre vielleicht geläutert? Oder ist der ehemalige Grüne ein hoffnungsloser Fall, der seine Glaubwürdigkeit auf exemplarische Weise verloren hat? Wir haben in der Redaktion ausführlich diskutiert. Barbara Tóth (gegen ein Pilz-Comeback) und Florian Klenk (dafür) lassen ihre Argumente aufeinanderprallen

FLORIAN KLENK
Politik, FALTER 03/18 vom 17.01.2018

JA

Peter Pilz hat für die Republik viel geleistet, er hat Missstände aufgedeckt, er hat politische Themen gesetzt, er hat den politischen Diskurs und die grüne Bewegung bereichert. Deshalb haben ihn 223.543 Bürgerinnen und Bürger in den Nationalrat gewählt. Auch deshalb verdient Pilz eine zweite Chance. Er hat ein Recht auf Resozialisierung, er soll zurückkehren in den Nationalrat und das machen, was er kann: Opposition.

Allerdings wären da vorher noch ein paar Probleme abzuarbeiten. Pilz hat sich falsch und enttäuschend verhalten - als Mann, als Ehemann, als Saubermann und als Volksvertreter. Er hat, so die durchaus glaubwürdigen Anschuldigungen, Frauen, die dies nicht wollten, auf Brüste und Hintern gegriffen. Er hat seine junge Mitarbeiterin belästigt und despektierlich behandelt, zumindest empfand sie es so, wie Akten der Gleichbehandlungsanwaltschaft zeigen.

Dass viele ehemalige Klubkolleginnen das erst nach seinem Abgang aus dem grünen Klub thematisieren (und ihm vorher

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