Landrand Ruralismus

Was ist denn jetzt mit Putins Truppen?

Gerlinde Pölsler
Landleben, FALTER 03/18 vom 17.01.2018

Rosa Herzerln zierten die Dokumente, die die selbst ernannte Präsidentin des "Staatenbundes Österreich", Monika Unger, und Mitstreiter ausstellten: "Lebendmeldungen", falsche Gewerbescheine, Autokennzeichen. Ihre Anhänger meinten, damit seien sie aus der "Firma Österreich" ausgetreten. 135.000 Euro sollen Unger &Co ihren Fans abgeknöpft haben. Einen Tag bevor die Staatenbündler vergangenen April eine "Gerichtsverhandlung" gegen Richter und Sachwalter abhalten wollte, nahm die Polizei führende Mitglieder in U-Haft. Nun sind die Ermittlungen gegen die frühere steirische FPÖ-Lokalpolitikerin und zwölf weitere Personen abgeschlossen.

Mit der Herzerei ist es inzwischen aus. Einstige Fans "spucken" nun in Richtung Unger, sagt ihr Pflichtverteidiger. "Was ist denn nun mit Putins Truppen zur Befreiung der Moni?", ätzt eine Frau auf Ungers Facebook-Seite. "Die Moni" hatte nämlich den russischen Präsidenten um Hilfe gebeten. Wie gut trifft es doch jener traurige Poet, der immer noch auf Unger hofft: "Wir tragen unseren Buckelsack oft nur mit Schmerzen huckepack. Was wir uns selber aufgeladen, das ist nicht Glück, das ist nur Schaden."

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