Ausbildung zum Mutbürger

Berufsschüler bringen einander bei, Zivilcourage in Alltagssituationen zu zeigen

Reportage: Benjamin Breitegger
Stadtleben, FALTER 10/18 vom 07.03.2018

Als ein Mädchen einen Burschen küsste, den auch ihre Mitschülerinnen attraktiv fanden, schrieb eine von ihnen in eine WhatsApp-Gruppe: Sie sollte "vergast" werden. Ein anderes Mädchen saß in einer Straßenbahn, als eine Gruppe älterer Männer einen Ausländer beschimpfte. Er habe hier nichts verloren. Einen wie ihn wollten sie "nach Mauthausen bringen". Der Betroffene stieg bei der nächsten Station aus.

Jeder hat schon einmal psychische Gewalt erlebt. Sie kann in Form rassistischer Parolen daherkommen oder als Mobbing. In anderen Fällen werden Fremde sogar körperlich übergriffig. Ignorieren ist eine Möglichkeit, Einschreiten die andere. Doch wie reagieren, ohne sich selbst zu gefährden?

Die genannten Beispiele stammen von sechs Mädchen und zwei Burschen der Berufsschule für Verwaltungsberufe in der Embelgasse im fünften Bezirk. An einem Donnerstagnachmittag sitzen sie in einem Sesselkreis, zwei Trainer der Antirassismus-Organisation Zara halten einen Workshop. Thema: Zivilcourage.

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