"Immer mehr, immer schneller"

Soziologin Kerstin Jürgens über neue Arbeitsformen und darüber, warum Alarmismus nicht schadet

Politik, FALTER 10/2018 vom 07.03.2018

Wo fängt die Arbeit an und wo hört das Vergnügen auf? Die deutsche Soziologin Kerstin Jürgens untersucht die Entgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit und erforscht neue Beschäftigungsarten.

Falter: Frau Jürgens, Sie sind Universitätsprofessorin, publizieren Bücher, sitzen in verschiedenen Kommissionen und Beiräten. Könnten Sie sagen, wie viele Jobs Sie eigentlich genau haben?

Kerstin Jürgens: Das ist schwer zu sagen. Mehrere, so wie die meisten anderen Menschen auch. Ich habe wie viele andere nur einen Beruf, der aber eben viele verschiedene Aufgaben mit sich bringt. Da fängt dann die Zeitproblematik an.

Wahrscheinlich können Sie genauso wenig beziffern, wie viele Stunden in der Woche Sie arbeiten.

Jürgens: Das ist richtig. Ich achte darauf, dass es nicht zu viel wird. Für mich ist der Körper ein guter Signalgeber. Wenn ich lange vor dem Bildschirm sitze, um beispielsweise Texte für ein Buch zu schreiben, meldet sich irgendwann der Nacken. Dann muss ich entscheiden, ob ich in die Freizeit wechsle oder eben zu einer anderen Aufgabe.

  1617 Wörter       8 Minuten

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