Nach den grünen Tränen

Zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres fliegen die Grünen bei Wahlen raus. Warum ist die Ökopartei in der Krise?


Nein, es hat nicht an Eva Glawischnig gelegen. Auch wenn der Kärntner grüne Spitzenkandidat Rolf Holub das Wahldebakel am Sonntag mit dem Wechsel der ehemaligen Grünen-Chefin zum Glücksspielkonzern Novomatic begründen will: Schon Tage vor Glawischnigs Wechsel war so gut wie fix, dass die Grünen in Kärnten aus dem Landtag fliegen werden.

Aber warum scheitern die Grünen zum zweiten Mal innerhalb eines Halbjahrs? Vier Erklärungsversuche.

Erstens, der Wahlmodus schadet der Partei. Wer für die Grünen kandidieren darf, legt nicht der Chef, sondern die grünen Delegierten basisdemokratisch fest. Was schön klingt, ist in Wirklichkeit gelebte politische Brutalität. Im Vorfeld der Wahl wird bereits ausgemauschelt. Die Demontage der Bewerber samt Gesichtsverlust erfolgt schließlich auf offener Bühne.

Das hinterlässt tiefe Wunden - und löst Reaktionen aus. Auf Bundesebene wählte die Basis Peter Pilz nicht mehr. Er gründete mit Bruno Rossmann und Werner Zinggl, die beide ebenfalls nicht

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