Kulturpolitik: Warum Geld nicht alles ist

Mit dem Rücktritt von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny geht eine Ära zu Ende. Welche Aufgaben warten auf seine Nachfolgerin?


Kommentar: Matthias Dusini

Meinung, FALTER 16/18 vom 18.04.2018

Als der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (siehe auch Interview auf Seite 28) am Anfang seiner Amtszeit einmal nach Berlin reiste, wurde er vom Berliner Kultursenator mit folgenden Worten empfangen: "Ah, da kommt der reiche Genosse."

Wenn Mailath-Pokorny demnächst das Ressort an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger übergeben wird, kann er auf eine stolze Bilanz verweisen. Im Laufe von 17 Jahren, von 2001 bis 2018, ist es ihm gelungen, das Kulturbudget um 60 Prozent zu erhöhen. 280 Millionen Euro stehen für die kommunalen Theater, Museen, Festivals und Initiativen zur Verfügung. Kaum eine andere Metropole gibt so viel Geld für Kultur aus, was in einer Stadt mit steigender Schuldenlast keineswegs selbstverständlich ist. Das arme Berlin etwa ist auf die Hilfe des Bundes angewiesen, wenn es sein Stadtmuseum modernisieren will.

Auch die zukünftige Kulturstadträtin, gehen wir einmal davon aus, dass es eine Frau ist, wird um das Thema Geld nicht herumkommen. Die wichtigen

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