Etwas ist faul im Stalle

Ein internationales Rechercheprojekt, an dem sich der Falter beteiligt hat, zeigt auf, wie die EU mit ihrer Milliarden schweren Agrarpolitik Umweltverschmutzer fördert. Österreich spielt dabei eine Sonderrolle


BENEDIKT NARODOSLAWSKY

POLITIK, FALTER 17/18 vom 24.04.2018

Illustration: Georg Feierfeil

Es stinkt. Es zerstört Flüsse. Es macht den Boden sauer und schädigt die Vegetation. Es kann in weiterer Form als Feinstaub die Atemwege beeinträchtigen. Aber vor allem: Es stinkt. Ammoniak riecht nicht nur, es sticht förmlich in die Nase. Jeder, der in seinem Leben schon einmal an einem Hühner- oder Schweinestall vorbeigekommen ist, weiß, worum es hier geht.

Ammoniak oder NH3, wie es die Chemiker nennen, nützen Bauern als Dünger und verwendet die Industrie zur Textilveredelung, für Kältemaschinen und zur Herstellung von Sprengstoff. Ammoniak kann künstlich hergestellt werden, in der Natur bildet es sich, wenn etwas verfault oder sich zersetzt. Scheiden Tiere Kot und Urin aus, entsteht Ammoniak.

Das Gas ist nicht nur für die Industrie und die Landwirtschaft interessant, sondern auch für Journalisten. Ammoniak zählt nämlich zu jenen Schadstoffen, dessen Emissionen alle Länder der EU erfassen müssen. Die Daten zur Ammoniakbelastung sagen nicht nur etwas über den Geruch am Land aus, sondern auch über die Politik im Land.

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