Erscheinungen Personen, Trends, Kampagnen

Die etwas andere Medienenquete


Es wird ein klingendes Fest mit kritischen Untertönen. Am Donnerstag beginnt mit der Medienenquete der Auftakt der Umgestaltung der heimischen Medienlandschaft, bei der viel auf dem Spiel steht (siehe auch nächste Seite). Am Abend vor der Enquete (6.6., 6 Uhr abends) lädt die Plattform "Wir für den ORF" zur großen Sause am Karlsplatz, um eine "bessere, öffentliche Medienenquete" abzuhalten. Das Ziel: dem Öffentlich-Rechtlichen und den Qualitätsmedien den Rücken zu stärken und mit konkreten Lösungsvorschlägen die medienpolitische Situation zu verbessern.

"Es geht um den Schutz der Medienfreiheit und gegen die Gleichschaltung -nicht nur -des ORF", sagt eine der Co-Organisatorinnen, die lieber nicht genannt werden will, es werde eine "Mischung aus Kundgebung und Fest".

Musik kommt unter anderem von Willi Resetarits und Ernst Molden, John Morrissey und Maja Osojnik. Als Redner haben sich u.a. Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, der ORF-Zentralbetriebsrat Gerhard Moser, die Philosophin Isolde Charim, IG-Autorinnen-Autoren-Geschäftsführer Gerhard Ruiss und Falter-Herausgeber Armin Thurnher angesagt.

Zu den Forderungen der Plattform zählen mehr Presseförderung für Qualitätsjournalismus, ein Schutz der Unabhängigkeit von Medien, eine bessere Absicherung des nichtkommerziellen Privatrundfunks, eine Stärkung der Kultur im Öffentlich-Rechtlichen und der Erhalt des Wiener Funkhauses. Die Anliegen werden von einer bunten Melange aus der Zivilgesellschaft unterstützt, unter anderem von Attac, Greenpeace, der Katholischen Frauenbewegung Österreichs und der Volkshilfe.

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