Bundeskanzler Strache gefällt das

Vorsicht vor fetten Zahlen auf Facebook: Die Likes spiegeln nicht unbedingt die Popularität von Parteien wider -sondern helfen der Inszenierung

Kommentar: Ingrid Brodnig
Meinung, FALTER 30/18 vom 25.07.2018

Würde die Zahl der Likes und Shares auf Facebook bestimmen ,wer die Macht im Land hat, wäre Heinz-Christian Strache seit Jahren Österreichs Bundeskanzler. Allerdings ist die Realität doch anders, als es auf Facebook den Anschein hat. Strache mag auf der Plattform der dominanteste Politiker sein, er ist es aber nicht bei den Wählerstimmen.

Im "Digitalreport" habe ich mit Datenspezialist Luca Hammer drei Millionen Facebook-Likes und hunderttausende Kommentare ausgewertet. Der Bericht liefert einen Einblick, wie die Parteien Facebook nutzen, welches Feedback sie ernten und wie hart der Wettbewerb um politische Fans geworden ist. Drei Millionen Österreicher sind jeden Tag auf Facebook. Jeder von ihnen sollte verstehen: Facebook ist kein Abbild der Realität, sondern ein Zerrspiegel -in dem Politiker populärer wirken können, als sie sind, und ein verzerrter Eindruck darüber entstehen kann, was "das Volk" denkt.

Die Sichtbarkeit auf Facebook wird durch Likes, Kommentare und Shares bestimmt.

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