Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Cabernet Sauvignon Medea

Ein Cabernet Sauvignon aus Istrien macht Lust auf den Herbst

Barbara Tóth
Stadtleben, FALTER 37/18 vom 12.09.2018

Olivenöl, Honig, irgendwas mit Lavendel: So in etwa schauen die klassischen Mitbringsel aus einem Urlaub an der kroatischen Adria aus. Vor allem istrisches Olivenöl ist in den letzten Jahren prämiert worden und wird gleichrangig mit großen italienischen oder griechischen Olivenölen gehandelt. Und auch bei den Weinen tut sich mächtig etwas.

Bestes Beispiel: die Wein-und Olivenölmanufaktur Medea in Vodnjan, etwa 15 Minuten nördlich von Pula im Landesinneren gelegen.

Das stolze Städtchen begrüßt seine Besucher gleich bei der Einfahrt mit den beiden Gewächsen, die seinen Reichtum begründen: Weinreben und Olivenbäume, symmetrisch gepflanzt in der Mitte des Kreisverkehrs (nicht nur Niederösterreich kann das).

Medeas Lagenolivenöle, vor allem die Olivenölcuvée "Aurum" und die autochthone Sorte "Buža", werden vom italienischen Olivenölführer "Flos Olei" empfohlen. Aber auch ihr Alltagsprodukt, das "Vodnjanski torčol" im Drei-Liter-Kanister, ist exzellent.

Wie bei den Ölen zeigt sich die Manufaktur auch bei den Weinen sorgfältig, egal ob Alltags-oder Exzellenzware.

Der Cabernet Sauvignon Medea ist idealtypisch. Rubinrot im Glas, Wildbeeren und Zwetschke in der Nase, leicht würzig und nur ein bisschen krautig und herrlich trocken. Er bleibt angenehm frisch und leicht (mit 13,5 Vol.-%). Als unprätentiöser und gefälliger Roter passt er ideal für den Herbst zu Wild-, Pilzund Gemüsegerichten.

Er wird von Hand gepflückt und im Stahltank vergoren, kein Holz, keine Schwere, Geschmack pur.

Medea verkauft den Cabernet Sauvignon vor Ort um etwa fünf Euro, auf Anfrage versendet sie aber auch Öl und Weine nach Österreich.

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