Pop Tipp

Vom Lo-Fi-Experiment zu sanftmütiger Harmonie

Lexikon, FALTER 37/18 vom 12.09.2018

Hinter dem Pseudonym Amen Dunes steckt der New Yorker Musiker Damon McMahon, der sich nach experimentellen Lo-Fi-Anfängen zusehends in Richtung Harmonie orientiert hat -sein viertes Album "Love" wollte 2014 lieber in edler Pracht schillern als verstolpert ruckeln und zuckeln. Der Nachfolger trägt mit "Freedom" wieder einen starken Ein-Wort-Titel. Von Experiment ist hier keine Spur mehr, stattdessen kredenzt Mc-Mahon sanftmütigen, verspielten, zart federnden Softrock zwischen Fröhlichkeit und Sehnsucht, der im Zweifelsfall lieber zum Tänzeln als zum Grübeln einlädt. Dass in diesen gut 45 Minuten Musik rund drei teils ziemlich intensive Arbeitsjahre stecken, ist ihr nicht anzuhören; Amen Dunes' Perfektion klingt eher nach Lässigkeit als nach Mühsal.

Wuk, Mi 20.00

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