Applaus für Vassilakou und Chorherr!

Die zwei Grünen haben eine neue Epoche der Stadtplanung eingeleitet und die Stadt der Autolobby streitig gemacht. Ihnen gebührt Dank

WÜRDIGUNG: DIETMAR STEINER
Falter & Meinung, FALTER 38/18 vom 19.09.2018

Es klingt ein wenig pathetisch, aber es ist so: Eine bedeutende Epoche der Wiener Stadtplanung geht mit den angekündigten Rücktritten von Maria Vassilakou und Christoph Chorherr zu Ende.

Bewusst miterlebt habe ich davor Fritz Hofmann, Günther Sallaberger, Hannes Swoboda, Bernhard Görg und Rudi Schicker. Unter all diesen Planungsstadträten, die brav ihre Aufgabe erfüllten, hatte einzig die Amtszeit von Hannes Swoboda visionäre Dimensionen für die Zukunft der Stadt. Aber er scheiterte allzu oft an innerparteilichen Blockaden.

Der ÖVP-Stadtplanungsstadtrat Bernhard Görg hat in seiner Amtszeit schon die Frage von Widmungsgewinnen für Grundstücksbesitzer thematisiert, stieß damit aber auf Unverständnis und wurde spöttisch selbst von Sozialdemokraten dafür als Kommunist bezeichnet. Also: Die Wiener Stadtplanung zeichnete sich über all die Nachkriegsjahrzehnte als visionsloser braver Erfüllungsgehilfe politischer Lobbys aus.

Das änderte sich mit dem Auftritt von Christoph Chorherr

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  751 Wörter       4 Minuten

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