Blase, Krise und retour

Eine alternative Erzählung über die Finanzkrise und die Gefahr einer Wiederholung

ANALYSE: STEPHAN SCHULMEISTER
Politik, FALTER 38/18 vom 19.09.2018

Nach einer Katastrophe wie der Finanzkrise 2008 fragt man: Wer ist schuld? Wie konnte das passieren? Wie können wir die Folgen eindämmen? Aus der Suche nach Antworten ergaben sich Standarderklärung und Therapie der Krise.

Leichtsinnige Banker in den USA hätten an nahezu mittellose Haushalte Wohnbaudarlehen vergeben (NINJA: "no income, no job, no assets"), diese zu Wertpapieren gebündelt (CDO: "collateral debt obligation") und sie weltweit verkauft, begünstigt durch öffentliche Fördermittel und niedrige Zinsen. Als diese zu steigen und die Immobilienpreise zu fallen begannen, wurden immer mehr Kredite "faul": Schließlich verloren fast zehn Millionen Haushalte ihr Heim, die CDOs wurden wertlos. Die Lehman-Bank war das schwächste Glied in der Kette, ihre Pleite löste eine Schockwelle aus, welche die ganze (Finanz-)Welt erfasste.

Darauf rettete die Politik die (meisten) übrigen Banken und schnürte Konjunkturpakete, der stärkste Wirtschaftseinbruch der Nachkriegszeit war jedoch unvermeidlich.

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  1706 Wörter       9 Minuten

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