Dunkelgraue Lieder

Der Geist von Ludwig Hirsch ist in einen jungen Musiker aus Ottakring gefahren. Er heißt Felix Kramer und veröffentlicht nun ein exzellentes Debütalbum

PORTRÄT: GERHARD STÖGER
Feuilleton, FALTER 38/18 vom 19.09.2018

Ob er schon einmal eine Gitarre zertrümmert habe? Felix Kramer lächelt und nickt. Zehn oder elf war er damals, die Größe der Akustikklampfe hat die Kinderhände überfordert, und das Stück, das er üben sollte, noch mehr. Aus Ehrgeiz wurde Wut, die Hand ballte sich zur Faust. Die Gitarre hat sich nicht gewehrt, sie ging nach einem Schlag k.o.

"Dann war ich kurz verzweifelt und habe mich gefragt: Scheiße, was sage ich jetzt meiner Mama?", erinnert sich der 23-jährige Wiener Musiker. "Ich habe es einfach mit 'runtergefallen' probiert, was mir natürlich niemand geglaubt hat. Der Gitarrenbauer meinte dann nur wissend:'Das nächste Mal ein bisschen zurückhaltender '" Aber er hat die edle Konzertgitarre wieder hinbekommen. Heute steht sie neben Kramers Bett -und ist nun auch auf seinem Debütalbum "Wahrnehmungssache" zu hören.

Nach Ernst Molden, dem Nino aus Wien und Voodoo Jürgens ist Felix Kramer der nächste markante Wiener Dialektsänger. Viel hat er mit den Kollegen nicht gemein,

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