Kinder, was raucht ihr da?

Die Pflanzen werden gefährlicher, die Psychosen bei Kiffern nehmen zu. Die Cannabisindustrie erobert mit alten Mythen und starkem Stoff die Jugendzimmer. Ärzte fordern Aufklärung


LUKAS MATZINGER

STADTLEBEN, FALTER 42/18 vom 16.10.2018

Foto: Raul Arboleda / AFP / picturedesk.com

Am vergangenen Wochenende entzogen niederösterreichische Polizisten im Gemeindegebiet von Vösendorf 111 Menschen ihre Führerscheine. 110 Fahrer standen „unter dem Einfluss von Suchtgift“ – und das am helllichten Tag. So berichtet es die Pressestelle der Polizei.

Dass diese Meldung seither mehr Schmunzeln als öffentliche Bestürzung verursachte, liegt an der Substanz, die im Speichel der Fahrer gefunden wurde: THC – sie hatten nur gekifft.

Marihuana bekam in den vergangenen Jahren eine Imagepflege. Die Erzählung vom „guten Gras“ ist im grünen und liberalen Milieu etabliert, auf Jugendliche wirkt Kiffen harmloser denn je. Auch die legale Verbreitung als CBD-Tropfen oder Cannabistabletten hat dem Kraut seinen Schrecken genommen: Am Ende vermischt sich alles zur Idee eines harmloses Lifestyle-Genussmittels, das sogar Beschwerden aller Art lindern kann. Fans in vielen Lagern werben apostolisch für die Legalisierung.

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