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Es muss nicht Amazon sein: Wer lokale Buchhandlungen schätzt, sollte auf globale Onlinehändler verzichten. Der Falter besuchte fünf besondere Wiener Buchhändler und bat um ihre Empfehlungen für Weihnachten

Klaus Nüchtern, Matthias Dusini, Sara Schausberger, Stefanie Panzenböck
FEUILLETON, FALTER 50/18 vom 11.12.2018

Betina Wagner und Johannes Kößler: Die Konkurrenz ist weit weg (Foto: Heribert Corn)

Buchhandlungen sind die Krippe des Abendlandes. Wer vor Fernsehen und Internet flüchtet, kann sich zwischen Regalen voller Geschichten und Erkenntnissen aufwärmen. Es gibt einen guten Grund, Bücher nicht in digitalen Versandhäusern zu bestellen, sondern in reale Geschäfte zu gehen. Es warten kundige Menschen, die auf jede Frage eine Antwort wissen: „Hätten Sie einen Roman für einen Elfjährigen, der eigentlich nicht liest?“

Der Falter stellt fünf Buchhandlungen vor, deren Inhaberinnen und Inhaber wissen, wovon sie sprechen. Sie haben die Bücher, die hier empfohlen werden, selbst gelesen. Ihnen geht es nicht um Waren, die ihren Wert verlieren, wenn man das Geschenkpapier aufgerissen hat, sondern um etwas Bleibendes. Zwischen zwei Buchdeckeln tun sich Abgründe und Abenteuer, Laster und Leidenschaften auf, die dem Lesenden ein Leben lang in Erinnerung bleiben können. Buchhändlerinnen und Buchhändler navigieren ihre Kundschaft durch diese Welten. Das Buch ist ein Gewinner des digitalen Weihnachten für Bildungsbürger. CDs und DVDs kann man keine mehr verschenken, da alles über Streamingdienste konsumiert wird. Gutscheine für Spotify oder Netflix zu verschenken ist öde, unter dem Christbaum soll doch etwas Haptisches liegen, zum Beispiel ein Roman.

Unsere Auswahl erhebt keinen repräsentativen Anspruch. Die kleinen Shops hatten den Vorrang vor den großen, die Peripherie vor dem Zentrum. Die Autorinnen und Autoren besuchten Orte, die in ihrem Grätzel ein Kulturzentrum ersetzen. Man trifft sich zum Schmökern, Teetrinken und Keksekosten. Einige der Betreiberinnen und Betreiber organisieren auch Veranstaltungen, laden zu Lesungen und Diskussionsabenden ein. In den Buchhandlungen hat die Bescherung
längst begonnen.

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  3752 Wörter       19 Minuten

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