Ausland Die Welt-Kolumne

Nach dem Brexit wird die EU erst einmal eines: deutscher

Tessa Szyszkowitz
Falter & Meinung, FALTER 02/19 vom 09.01.2019

In Brüssel verdrehen EU-Verhandler die Augen, wenn die Sprache auf die chaotischen Briten kommt. Es ist ja auch kaum zu glauben: Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat drei Monate vor dem offiziellen Austrittsdatum, dem 29. März 2019, immer noch keine Ahnung, ob und wie der Brexit kommt.

In der Woche ab 14. Jänner soll das britische Parlament über den Scheidungsvertrag abstimmen. Wenn Theresa May mit ihrem Abkommen scheitert, was zu erwarten ist, droht sie mit einem Austritt ohne Deal. Dann könnte das Parlament ein zweites Referendum auf die Tagesordnung setzen, und der Brexit könnte verschoben oder gar gestoppt werden.

Schadenfreude über die Brexit-Panik ist fehl am Platz. Es ist kein Erfolgsnachweis Europas, wenn die zweitgrößte Wirtschaft -mit etwa 15 Prozent des EU-BIP - dem Handelsblock den Rücken kehrt. Es ist nicht nur budgetär gesehen schmerzhaft für die EU, dass demnächst 14 Milliarden Euro pro Jahr an Beitragszahlungen fehlen werden. Die Briten haben der Union

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  698 Wörter       3 Minuten

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