"Sie erzählen irgendwas"

Der Prozess um die "Ehre" des Ex-Cheftrainers Karl Kahr zeigt, wie sehr den ÖSV seineVergangenheit drückt

Analyse: Johann Skocek
Politik, FALTER 03/19 vom 16.01.2019

Der Verhandlungstag ist mehr als vier Stunden alt, und plötzlich ist alles klar. Nicola Werdenigg haut mit der flachen Hand auf den Tisch im Zeugenstand und brüllt: "Sie werden das hier nicht vorlesen! Da geht es um meine verstorbene Mutter!" Manfred Ainedter, Anwalt des Klägers Karl Kahr, liest dennoch weitere Details aus einem E-Mail über Werdeniggs Familienleben vor. Es geht ihm offensichtlich um die Diskreditierung der Zeugin Werdenigg.

Sogar Richterin Daniela Flatz verbietet ihm schreiend fortzufahren, unterbricht die Verhandlung und schließt die Öffentlichkeit aus. Als das Publikum wieder in den Saal des Bezirksgerichts Bludenz darf, lehnt sie alle Beweisanträge Ainedters als nicht zur Sache gehörig ab und spricht das der üblen Nachrede gegen den Ex-ÖSV-Trainer Karl Kahr angeklagte Ehepaar frei.

Das Vorarlberger Paar schickte im Dezember 2017 und Jänner 2018 Whatsapp-Nachrichten an Annemarie Moser-Pröll. Der Ehemann schrieb: "CK (Charly Kahr, Anm.) hat zusammen mit TS (Toni

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