Zeit am Schirm

TV-Kolumne


MATTHIAS DUSINI

Medien, FALTER 09/19 vom 27.02.2019

Der Spaß der Sat. 1-Show "The Voice Kids" besteht darin, dass die Kandidaten und Kandidatinnen in der Regel besser sind als die aus Musikern bestehende Jury. Ein bisschen Zirkuseffekt ist auch dabei, wenn Zehnjährige zum Mikrofon greifen und sich mit unglaublicher Selbstverständlichkeit vor ein Millionenpublikum stellen. Dagegen können in der eben angelaufenen siebten Staffel Popveteranen wie die Musiker der Band The BossHoss nur farb-und gefühllos wirken.

Eine gute Figur macht eigentlich nur Mark Forster, der die Qualitäten eines vortrefflichen Kindergärtners auf sich vereint. Der Popsänger nimmt die jungen Menschen ernst und versucht erst gar nicht, sich sprachlich zu ihnen hinunter zu verniedlichen. Vom Look her könnte seine Kollegin Stefanie Kloß zwar auch als Pädagogin durchgehen, aber sie wirkt nicht locker. Am meisten Probleme hat Lena Meyer-Landrut. Die ESC-Siegerin 2010,28, sucht die Nähe der Kinder mit der Brechstange. "Ich würde mit euch auch eure Liebesbriefe lesen", bot sie etwa einem Mädchen an. Werden Sie erwachsen, Frau Meyer-Landrut!

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