Wir möchten Teil einer Jugendbewegung sein

Die Jugend reklamiert die Straße für den Klimaschutz. Mit Politik kann sie nichts anfangen. Ihr Protest geht anders

Einordnung: Eva Konzett, Gerlinde Pölsler
Politik, FALTER 12/19 vom 20.03.2019

Eigentlich ist Conchita Wurst an all dem hier schuld. Schuld daran, dass Alice Drakulic jetzt hier am windigen Heldenplatz steht, die Finger um die Transparentstange geschlungen und den Schal bis zum Kinn hochgezogen. Als die Kunstfigur beim Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen mit Bart und Busenansatz binäre Geschlechterrollen herausforderte, hatte die junge Wienerin gerade ihren 13. Geburtstag vor sich. Viel diskutierte sie danach mit ihren Eltern und nahestehenden Erwachsenen. Darüber, wer entscheiden darf, wie andere auszuschauen haben, wer sich wie verhalten, ja wer wie leben muss.

Im Rückblick gesehen war das für sie eine Initialzündung. Ein vorsichtiges Hinterfragen der Welt. Der erste Schritt auf einem Weg, der sie heute, fünf Jahre später, auf den Heldenplatz in der Wiener Innenstadt geführt hat, mitten hinein in einen stark anschwellenden Sprechchor: "What do we want? Climate justice". Eine junge Frau, eingepackt in gelbem Regenparka mit Doc-Martens-Schnürstiefeln

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