Menschen

" and the rest is drag!"

Tom Rottenberg, Barbara Tóth
Kolumnen & Zoo, FALTER 15/19 vom 10.04.2019

Es soll Menschen geben, die glauben, dass Mario Soldo der Erfinder der Dragqueen ist. Tatsächlich stammt der Begriff aber aus der Jahrhundertwende. Der vom 19. zum 20. Jahrhundert. Bekannt wurden Dragqueens in den 1960ern, als New Yorks Schwulenszene in Frauenkleidern gegen Polizeirepressionen demonstrierte. Dann kamen die 1980er. In New York postulierte Ru Paul "We are all born naked, and the rest is drag!", und in Wien tauchte Dame Galaxis im U4 auf: Soldo. Gemeinsam mit Chantal St. Germain (aka Kenichi Krüger) wurde die "Dame" zum Inbegriff der Dragqueen.

Vergangenen Donnerstag wurde in den Ringstraßengalerien unter dem Titel "Drag &Diversity" nun eine opulente Ausstellung eröffnet, die auch politische Hintergründe und Motive dieses Universums illustriert. Und bei der der Fotograf Markus Morianz Spielkarten mit Szenegrößen in "Fummel" präsentierte. Karitativ, für den "Diversity Ball" - womit wir wieder bei Ru Paul wären: "We are all born naked, and the rest is drag!"

Alexandra Palla hat viele Hüte auf. Sie ist Foodbloggerin, Netzwerkerin, Designerin (Palla Vienna) und Kochbuchautorin. Für ihr neuestes Buch "Meine Sommerfrische Küche" hat sie sich gemeinsam mit der Fotografin und Foodbloggerin Melina Kutelas ("About That Food") auf Spurensuche in ihrer Kindheit begeben. Sommerfrische am Wolfgangsee gehörte da dazu, leichte, regionale Gerichte auch. So wie das wiesenduftende "Sommerfrische Brot", das sie bei der Präsentation ihres Buches vergangenen Donnerstag in ihrem Kochstudio in der Kolingasse servierte.

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