Musiktheater Kritik

Eine Gräfin als Schuhverkäuferin

Lexikon, FALTER 15/19 vom 10.04.2019

Die 1930 in Berlin uraufgeführte musikalische Komödie "Meine Schwester und ich" von Ralph Benatzky, in der die junge Gräfin Dolly (Lisa Habermann) getarnt als Schuhverkäuferin den von ihr engagierten und geliebten Bibliothekar Fleuriot (Lukas Perman) wiedergewinnt, der - auch aus Scheu vor einer "unstandesgemäßen" Liaison - vor ihr flüchtete, enthält revuehafte Elemente, Verwendung von Slowfox oder Shimmy und Schlagerversuche wie "Ich lade Sie ein, Fräulein" und "Mein Mädel ist nur eine Verkäuferin". Robert Meyers Inszenierung der Situationskomik des Lustspiels geriet schwunglos und voller altbackener Klischees (etwa beim ungarischen Grafen und Verehrer Dollys), auch die Bewegungschoreografie bei Gesten und Tänzen wirkt oft albern.

Volksoper, So 16.30, Do 19.00

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