Erscheinungen Personen, Trends, Kampagnen

Sag, wie hältst du's mit den Passwörtern?


BERICHT: ANNA GOLDENBERG

Medien, FALTER 20/19 vom 15.05.2019

Seilseil" oder "heilheil"? Im Jänner dieses Jahres gelangte ein Datensatz aus 2,2 Milliarden E-Mail-Adressen samt dazugehöriger Passwörter frei zugänglich ins Netz, vermutlich erbeutete Daten aus verschiedenen Hacking-Angriffen. Darunter auch die E-Mail-Adresse von FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus. Das hat die Investigativplattform Addendum gemeinsam mit SRF Data vom Schweizer Rundfunk herausgefunden. Gemeinsam hatten sie die Daten durchforstet. Das Ergebnis: 3,3 Millionen österreichische Adressen sind betroffen -darunter 7800 E-Mail-Adressen aus öffentlicher Hand. Polizei, Parteien, Ministerien und Minister sind darunter.

"Seilseil" war das Passwort, das Gudenus benutzt hatte - und das sei es immer gewesen, wie Gudenus auf Nachfrage von Addendum bestätigte. 2016 war nach einem Datenleck bekannt geworden, dass Gudenus' E-Mail-Adresse mit dem Passwort "heilheil" assoziiert war. Gibt man auf Facebook Gudenus' E-Mail-Adresse und "heilheil" ein, erhält man die Anzeige, dass es sich dabei um ein altes Passwort handle. Gudenus bestreitet, das Passwort je benutzt zu haben.

Dropbox, Yahoo, Tumblr, Myspace, LinkedIn. Das sind nur einige der Onlineanbieter, die in den vergangenen Jahren Ziel von Hacking-Angriffen wurden. Um sich vor Identitätsdiebstahl zu schützen, sollte man möglichst lange, komplexe Passwörter benutzen -und zwar für jeden Account ein anderes. Dabei helfen Passwortmanager, wie etwa Last-Pass, die sichere Passwörter generieren und speichern. Merken muss man sich dann nur ein Master-Passwort. Auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist eine gute Sicherheitsmaßnahme. Dabei wird nach der Eingabe des Passworts ein zusätzlicher Login-Code per SMS oder über eine App verschickt.

Fanden Sie diesen Artikel interessant? Dann abonnieren Sie jetzt und bleiben Sie mit unserem Newsletter immer informiert.

Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Anzeige

Anzeige