„Wir lassen die Hose runter“

„Ein Schas!“, „Super-GAU!“, „Desaströs!“, „Totalversagen!“ Wie reden die höchsten Staatsanwälte der Republik über das Eurofighter-Verfahren? Dem Falter liegen geheime Justizakten vor. Sie enthüllen, wie die Justiz im wichtigsten Verfahren der Republik gescheitert ist. Und sie zeigen, wer dafür die Verantwortung trägt

Florian Klenk
POLITIK, FALTER 27/19 vom 02.07.2019

Das ist der Eurofighter-Akt, fotografiert mit dem iPhone im Panoramamodus

Vielleicht sollte man sonntags um acht Uhr Früh lieber ein wenig ausruhen, anstatt E-Mails zu verschicken. Besonders dann, wenn man ein mächtiger Mann ist, ein Mann wie Johann Fuchs.

Fuchs war einst der Boss der Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Seit September 2018 wirkt er als Chef der Oberstaatsanwaltschaft Wien (OStA) im Justizpalast, einer der mächtigsten Behörden der Republik. Die OStA kontrolliert die Arbeit von rund 100 Wiener Staatsanwälten, aber das ist noch nicht alles. Fuchs beaufsichtigt auch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, kurz WKStA, eine etwa 40-köpfige Spezialanklagebehörde.

Die letzten Monate hatte Fuchs mit dieser Truppe einigen Ärger, sie eckt an. Die WKStA vergeigte zum einen die Ermittlungen in der BVT-Affäre. Mit schwachen Beweisen ließ sie den Verfassungsschutz stürmen, rechtswidrigerweise. Das zog ihr auch den Zorn von Justizsektionschef Christian Pilnacek zu, dem ranghöchsten Jutizbeamten.

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