Digitalia

IT-Kolumne


Anna Goldenberg

Medien, FALTER 27/19 vom 03.07.2019

Das Problem mit dem Informieren ist ja, dass man unweigerlich Gefahr läuft zu erfahren, was man alles falsch macht. Diese Woche passierte mir das gleich zwei Mal. Zunächst las ich im Standard einen Artikel, der mir riet, mein Smartphone mindestens einmal pro Woche neu zu starten. Dabei soll es rund eine Minute ausgeschaltet bleiben. So hält die Batterie länger, weil nicht benutzte Apps geschlossen werden. Langsam verliere ich ob der zahllosen Energiespartricks den Überblick, doch dieser bekommt eine Chance.

Dann las ich im deutschen Technikportal t3n.de, dass ich in jedem meiner bislang abgeschickten E-Mails einen Kommafehler gemacht hatte. Schreibt man nämlich eine Grußformel, etwa "mit freundlichen Grüßen", und in der nächsten Zeile seinen Namen, gehört dazwischen kein Beistrich. Auf deutlich herausgehobene Sätze, Satzstücke oder Wörter folgt kein Komma, erklärt der Duden. Wie viele hunderte, ach, tausende falsche Beistriche habe ich in die Welt gesetzt? Wie kann ich das alles wieder gutmachen? Ein erster Schritt: Ich schalte mal mein Smartphone ab.

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