Arbeitskampf im hippen Hostel

Das Wiener Hostel-Unternehmen Wombat 's will die Gründung von Betriebsräten verhindern. Dahinter steckt eine größere Strategie: das "Union Busting"

Christof Mackinger
Politik, FALTER 29/19 vom 17.07.2019

Die Betriebsrätin erzählt, wenn sie das Büro ihres Vorgesetzten betritt, spiele er das Lied "Ich find dich scheiße" von Tic Tac Toe. Zwischen der Geschäftsführung der Wiener Hostelkette Wombat's und dem Berliner Betriebsrat herrscht offenbar ein Nervenkrieg, gekämpft wird auch vor Gericht. Es geht um Grundsätzliches: die Arbeitnehmerrechte der Belegschaft in dem hippen Hostel. Jetzt plant die Wiener Hostelkette sogar, ihre Berliner Niederlassung zu schließen, obwohl sie wirtschaftlich floriert. Will sich die Betriebsleitung einfach einer aufmüpfigen Belegschaft entledigen und den Laden dann neu eröffnen?

Begonnen hat alles mit der Idee, in der Berliner Filiale von Wombat's einen Betriebsrat zu gründen, ein Anspruch nach dem Arbeitsgesetz. Dem Wiener Management schmeckte das nicht. Das wäre, wie "mit Bazookas auf Schmetterlinge zu schließen", formulierte es ein Manager aus der Zentrale. Die langjährige Rezeptionistin Ruth Kreuzer war dennoch dabei. Heute ist sie Betriebsrätin

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