Avantgarde und Andacht

In der italienischen Provinz baute Giuseppe Panza eine der größten zeitgenössischen Kunstsammlungen auf


Matthias Dusini

Feuilleton, FALTER 29/19 vom 17.07.2019

Die Decke reißt auf und gleißend helles Licht sticht die Netzhaut. Nach einer Schrecksekunde gewöhnt sich das Auge an den Schock. Ein tiefblaues Himmelsquadrat hebt sich von den grellweißen Mauern ab, heiße Sommerluft strömt herein. James Turrells Rauminstallation "Skyspace 1" (1976) setzt die Sinne unter Strom, ein Beispiel für die Wucht von Licht, Raum und Farbe. "Skyspace 1" ist Teil eines einzigartigen Museums, das in einer Villa am Rande der oberitalienischen Stadt Varese entstand.

Der Sammler Giuseppe Panza (1923-2010) erbte die Villa Menafoglio Litta von seinem Vater, einem reichen Weinproduzenten, der vom italienischen König geadelt wurde. Der Sohn verdiente sein Geld nach dem Krieg mit Immobilien, 1954 veränderte eine Amerikareise sein Leben. Giuseppe Panza kam in Kontakt mit der New Yorker Kunstszene und begann die damals aufstrebenden Abstrakten Expressionisten zu sammeln. Der Gast aus Italien verpasste keine wichtige Strömung, er kaufte auf den ersten Ausstellungen

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