Rambazamba in der Pampa

Wie ein vor 40 Jahren etabliertes Musikfestival dem burgenländischen Nickelsdorf zur Weltgeltung verhalf


Klaus Nüchtern

Feuilleton, FALTER 29/19 vom 17.07.2019

Aus Sicht des arroganten Großstädters ist Nickelsdorf natürlich Pampa. Hier, wo sich Windrad und Mähdrescher "gute Nacht" sagen, Fledermäuse aus der Luft schreddern und Rehe niedermähen, rinnt Österreich in die pannonische Tiefebene aus. Weil sich aber reale und mentale Grenzen nicht unbedingt decken und Ereignis-und Bevölkerungsdichte durchaus auseinanderklaffen können, ist Nickelsdorf zugleich ein kultureller Hotspot von Weltgeltung, was sich in einem schon oft erzählten, aber immer noch guten Witz niederschlägt: "Treffen sich zwei Musiker in New York auf dem Flughafen. Fragt der eine:,Wo fliegst du denn hin?' Sagt der andere: ,Nach Wien.' ,Wo liegt denn das?',In der Nähe von Nickelsdorf.'"

Die Pointe ist zugleich etwas gealtert und dennoch aktuell. Die "Konfrontationen", die heuer zum 40. Mal über die Bühne im Innenhof der Jazzgalerie gehen werden, hatten gerade in den Anfangsjahren zahlreiche Vertreter des US-amerikanischen Free Jazz zu Gast.

Das legendäre, 1967 gegründete

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