Schöne kranke Welt

Das Görtschitztal leidet bis heute unter der Vergiftung mit HCB. Politiker beschwichtigen. Faktenwidrig


Johann Skocek

Landleben, FALTER 29/19 vom 17.07.2019

Wer von Sankt Veit an der Glan aus das Tal der Görtschitz stromaufwärts fährt, sieht an manchen Stellen Blumen und Disteln auf den Feldern. Die Menschen hier leben von der Landwirtschaft und seit 110 Jahren auch von der chemischen Industrie. Als jedoch Ende 2014 bekannt wurde, dass das Wietersdorfer Zementwerk durch unsachgemäße Verbrennung von giftigem Blaukalk das Tal mit dem Gift Hexachlorbenzol (HCB) kontaminiert hatte, stoppte die Landesregierung die Verbrennung. Sie zog belastete Lebens-und Futtermittel sowie Tiere aus dem Verkehr und ließ Betroffene testen. Vor kurzem behauptete Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), die "Bemühungen haben letztendlich zum angestrebten Ziel geführt". Alles sauber. Klingt gut. Stimmt aber nicht.

Dem Falter liegen Ergebnisse von Fleischund Fettuntersuchungen an Kälbern und Lämmern vom März dieses Jahres vor, die über den Grenzwerten für HCB liegen. Im Fett eines Lamms wurden dabei 0,0078 mg/kg HCB gefunden. Am Ende des amtssignierten Testberichts

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