Wenn der Wähler drei Mal klickt

Die sozialen Medien, allen voran Instagram, sind im Wahlkampf wichtiger denn je. Wie schaffen es die Parteien, online Stimmen zu angeln?

Anna Goldenberg und Barbara Tóth
Medien, FALTER 29/19 vom 17.07.2019

Auch ein Marillenkuchen kann politisch sein. Zumindest, wenn SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner ihn mit ihren beiden Töchtern bäckt. Ende Juni konnten die knapp 20.000 Fans auf der Fotoplattform Instagram der roten Kanzlerkandidatin dabei zusehen, wie sie Marillen halbierte, ihre jüngere Tochter mit dem Zeigefinger den Rührteig verkostete und die fertige Mehlspeise dann bei Claudia Stöckls Ö3-Sendung "Frühstück bei mir" verzehrt wurde. Alles wurde auf Fotos festgehalten, im typischen, schmeichelnden Instagram-Stil.

Dass sich die promovierte Medizinerin auf Instagram nun auch als kuchenbackende Mutter zeigt, hat einen guten Grund: Es geht heutzutage nicht anders. Instagram mag zwar nicht der Kanal für harte politische Botschaften sein, aber ein Wahlkampf ohne die Plattform ist heuer, anders als noch 2017, unvorstellbar. Hier kann man so tun, als öffne man sein Familienalbum, und erreicht das Wahlvolk am Handydisplay, vielleicht morgens am Weg in die Arbeit in der Straßenbahn oder

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